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Großübung beim LKH Laas

Großübung beim LKH Laas

Am 08.10.2022 fand rund um das LKH Laas eine Einsatzübung des Feuerwehrabschnittes „Oberes Gailtal“ gemeinsam mit dem Roten Kreuz und der Polizeiinspektion Kötschach-Mauthen statt.



Explosion im Heizhaus

Die Übung wurde von Günther Themessl, dem Ortstellenleiter des Roten Kreuzes Kötschach-Mauthen ausgearbeitet und umfasste insgesamt vier verschiedene Szenarien. Das erste Szenario war ein Brandeinsatz beim Heizhaus oberhalb des Krankenhauses. Aufgrund einer Explosion im Heizhaus kam es zu einem Brand. Zwei Personen, welche zum Zeitpunkt der Explosion im Heizhaus Wartungsarbeiten verrichteten, wurden vermisst. Aufgrund der enormen Rauchentwicklung war ein Eingreifen mit schwerem Atemschutz erforderlich. Eine Person lag bewusstlos im Heizhaus und musste von den Atemschutztrupps geborgen werden. Die zweite Person konnte zwar ins Freie flüchten, musste aber mit schweren Verletzungen von den Einsatzkräften des Roten Kreuzes versorgt werden.



Personenrettung vom Vordach

Beim zweiten Szenario war der Einsatz der Drehleiter der Feuerwehr Hermagor erforderlich. Eine Mitarbeiterin des LKH Laas stürzte aus unbekannter Ursache aus einem Fenster im dritten Stock und kam schwerstens verletzt auf dem Vordach des Haupteinganges zum Liegen. Nach der Erstversorgung durch medizinisches Personal sowie Einsatzkräfte des Roten Kreuzes wurde die verunfallte Person mittels Drehleiter vom Vordach gerettet und in weiterer Folge dem Hubschrauber übergeben.



Amoklauf im Krankenhaus

Ein Amoklauf im Krankenhaus war das dritte Szenario. Der Täter, welcher mit einer Schere zwei Mitarbeiter des Krankenhauses teilweise schwer verletzt hatte, wurde von der Polizei angeschossen und in weiterer Folge, nach ärztlicher Erstversorgung, dem Roten Kreuz übergeben. Die zwei verletzten Mitarbeiter, einer davon musste sogar reanimiert werden, konnten nach erfolgreicher Erstversorgung ebenfalls zur weiteren Behandlung in andere Krankenhäuser abtransportiert werden.



Personenrettung mittels Drehleiter

Ein Brand mit einer verletzten Person im dritten Stock des LKH Laas war das vierte Szenario. Aufgrund der Rauchentwicklung konnten die Mitarbeiter, welche sich zum Zeitpunkt des Brands im dritten Geschoß befanden, nicht mehr flüchten und mussten von der Feuerwehr mittels Drehleiter geborgen werden.



Atemschutzübung im Schwesternwohnheim

Bereits am Vormittag fand im ehemaligen Schwesternwohnheim eine Übung für Atemschutztrupps des Abschnittes „Oberes Gailtal“ statt. Insgesamt zwölf Trupps nahmen an daran teil. Das korrekte Anlegen der Ausrüstung sowie eine Einweisung in die Handhabung des Druckbelüfters waren theoretischer Teil dieser Übung. Beim praktischen Teil mussten die Atemschutztrupps im stark verrauchten Schwesternwohnheim ein vom Einsatzleiter benanntes Zimmer finden und den restlichen Pressdruck der Atemluftflaschen sowie die restliche Einsatzzeit berechnen und mittels Funkspruch melden. Im Anschluss daran mussten in den Kellerräumlichkeiten sowohl ein Heizungsventil betätigt werden, als auch eine vermisste Person gefunden und zum Abtransport mittels Bergetuch vorbereitet werden. Als Füllstation im Einsatz war das Prüffahrzeug des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes.



Text und Fotos: FM Mario Korenjak

Florian Jost

Bezirksbeauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

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